Hungerburgbahn

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Hungerburgbahn Innsbruck

Die Hungerburgbahn Innsbruck ist eine moderne Standseilbahn. Sie ist eine wichtige Verbindung zwischen der Innenstadt von Innsbruck und den Bergen der Nordkette. Mit der Bergbahn kommst du vom Goldenen Dachl hinauf ins wilde Karwendel. Die Hungerburgbahn wurde im Jahr 2007 eröffnet und ist für ihre moderne Architektur und innovative Technologie bekannt. Die kuppelförmigen Stationen wurden vom Architekten Zaha Hadid entworfen.

Die Hungerburgbahn in Innsbruck ist ein Paradebeispiel für die gelungene Verbindung von moderner urbaner Infrastruktur und alpiner Erschließung. Sie ist Teil der Innsbrucker Nordkettenbahnen und schafft eine direkte und schnelle Verbindung zwischen dem Stadtzentrum und dem beliebten Naherholungsgebiet der Hungerburg. Die im Jahr 2007 neu eröffnete Standseilbahn ersetzte ihren historischen Vorgänger und etablierte sich durch ihr architektonisch herausragendes Design als eines der modernen Wahrzeichen der Tiroler Landeshauptstadt. Von der Bergstation gibt es Möglichkeiten zu wandern oder die Aussichtskanzel am Hermann Buhl Platz zu besuchen.

Mit der Hungerburgbahn von der Innenstadt auf die Nordkette
Mit der Hungerburgbahn von der Innenstadt auf die Nordkette
Die futuristischen Stationen der Hungerburgbahn sind sehenswert
Die futuristischen Stationen der Hungerburgbahn sind sehenswert

Architektonisches Meisterwerk von Zaha Hadid

Das auffälligste Merkmal der neuen Bahn sind die vier Stationsgebäude, die von der 2016 verstorbenen, weltbekannten Architektin Zaha Hadid entworfen wurden. Hadid konzipierte die Bauten als fließende, organische Formen, die sie selbst als „Ice-Funicular“ (Eis-Standseilbahn) bezeichnete. Das Design ist inspiriert von den natürlichen Phänomenen der alpinen Landschaft, wie Gletschern, Eisfeldern und Schneeverwehungen. Die Stationsgebäude – Altstadt (früher war das die Station Congress), ORF Tirol (früher war das die Station Löwenhaus), Alpenzoo und Hungerburg – bestehen aus leichten, selbsttragenden Schalenkonstruktionen aus Glas und Stahl. Sie bieten einen spannenden Kontrast zur traditionellen Bauweise der Umgebung und sorgen für eine maximale Lichtdurchlässigkeit. Ein weiteres architektonisches Ingenieurhighlight ist die 241,5 Meter lange Schrägseilbrücke, die den Inn überspannt. Sie führt die Bahn nach Verlassen der unterirdischen Talstation elegant über den Fluss und leitet sie in Richtung des Berges.
–> entdecke die außergewöhnlichen Hungerburgbahn Stationen

Technische Details und Betrieb der Standseilbahn

Die Hungerburgbahn ist technisch als moderne Standseilbahn ausgeführt. Sie überwindet auf einer Streckenlänge von 1.797 Metern einen Höhenunterschied von 288 Metern in einer Fahrzeit von nur etwa 8 Minuten. Mit einer maximalen Geschwindigkeit von 10 m/s (36 km/h) und einer Kapazität von bis zu 1.200 Personen pro Stunde erfüllt sie hohe Anforderungen an den öffentlichen Nahverkehr und den Tourismus.

Ein Großteil der Strecke, rund 46 Prozent, verläuft unterirdisch durch den Rennwegtunnel und den Weiherburgtunnel. Die beiden Wagen, die im Pendelbetrieb auf einer eingleisigen Strecke mit mittiger Ausweiche fahren, sind mit einem innovativen, neigungsausgleichenden Kabinensystem ausgestattet. Dieses gewährleistet, dass die Passagiere unabhängig von der Steilheit des Streckenabschnitts stets eine angenehme, horizontale Position in den Abteilen einnehmen.

Historischer Kontext: Die Alte Hungerburgbahn

Die aktuelle Anlage ist der Nachfolger der historischen Hungerburgbahn, die von 1906 bis 2005 in Betrieb war. Die ursprüngliche, kürzere Bahn war zur Zeit ihrer Errichtung eine technische Pionierleistung. Zu den erhaltenen Zeugnissen dieser Ära zählen die denkmalgeschützte eiserne Fachwerkuntergurtbrücke über den Inn und das markante Stampfbeton-Viadukt im oberen Streckenabschnitt, das seinerzeit zu den größten reinen Stampfbeton-Bauwerken Österreichs zählte. Der Neubau war aufgrund gestiegener Kapazitätsanforderungen und der Möglichkeit einer architektonischen Neugestaltung nötig geworden. Die neue Bahnstation wurde näher zur Altstadt verlegt und startet nun direkt beim Congress Innsbruck. So können Besucher vom Goldenen Dachl direkt zur Talstation spazieren. Rund 3 Minuten dauert der Fußweg, bis du vom Goldenen Dachl bei der Hungerburgbahn bist.

Hungerburgbahn Öffnungszeiten

Die Hungerburgbahn in Innsbruck ist ganzjährig in Betrieb, da sie sowohl eine touristische Attraktion als auch ein Nahverkehrsmittel für die Bewohner des Stadtteils Hungerburg ist. Von Montag bis Freitag beginnt der Betrieb bereits um 7:15 Uhr und endet um 19:15 Uhr, was den Pendlern eine frühe Nutzung ermöglicht. An den Wochenenden sowie an Feiertagen startet die Bahn etwas später, nämlich um 8:00 Uhr, behält aber die Endzeit von 19:15 Uhr bei. Im Normalbetrieb fährt die Bahn in einem 15-Minuten-Takt. Bei besonders hohem Fahrgastaufkommen während der Hauptreisezeiten oder bei Veranstaltungen fährt die Hungerburgbahn in einem wesentlich dichteren Takt, oft nahezu kontinuierlich.
–> der aktuelle Hungerburgbahn Fahrplan

Tag(e)BetriebsbeginnBetriebsende
Montag bis Freitag07:15 Uhr19:15 Uhr
Samstag, Sonntag & Feiertage08:00 Uhr19:15 Uhr

Hungerburgbahn Tickets

Für die Nutzung der Hungerburgbahn stehen verschiedene Tickets zur Verfügung. Wer lediglich die architektonisch beeindruckende Fahrt vom Stadtzentrum zur Hungerburg und zurück unternehmen möchte, erwirbt ein Standard-Ticket. Deutlich beliebter sind die sogenannten Kombitickets Nordkette. Diese beinhalten nicht nur die Standseilbahn, sondern auch die Weiterfahrt mit der Seegrubenbahn und der Hafelekarbahn bis auf über 2.300 Meter Seehöhe, was das gesamte alpine Panorama-Erlebnis der Nordkette erschließt. Für Touristen, die Innsbruck umfassend erkunden möchten, ist die Innsbruck Card die wirtschaftlichste Wahl, da sie die kostenlose Nutzung der gesamten Nordkette inklusive der Hungerburgbahn sowie des öffentlichen Nahverkehrs und vieler weiterer Sehenswürdigkeiten in der Region für einen bestimmten Zeitraum (24, 48 oder 72 Stunden) einschließt.
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Wo bei der Hungerburgbahn parken?

Aufgrund der sehr zentralen Lage der Talstation Congress in der Innenstadt von Innsbruck ist die Anreise mit dem PKW zwar möglich, erfordert aber die Nutzung von Parkhäusern. Der naheliegendste Parkplatz ist die Tiefgarage Congress, da die Talstation der Hungerburgbahn direkt neben dem Parkhaus ist. Dies ermöglicht einen wettergeschützten und kurzen Zugang zur Bahn. Als Alternativen in unmittelbarer Gehweite stehen weitere zentrale öffentliche Tiefgaragen zur Verfügung, wie beispielsweise die Garagen des Kaufhaus Tyrol oder der Rathausgalerien.

Fazit Hungerburgbahn Innsbruck

Die Hungerburgbahn Innsbruck ist ein beeindruckendes Beispiel moderner Ingenieurskunst und Architektur. Sie verbindet Funktionalität mit ästhetischer Anziehungskraft und bietet sowohl Einheimischen als auch Touristen eine unvergleichliche Möglichkeit, die Schönheit Innsbrucks und seiner Umgebung zu erleben. Ob als bequemes Verkehrsmittel oder als touristisches Highlight – die Hungerburgbahn ist ein unverzichtbarer Bestandteil des Innsbrucker Stadtbilds und ein Symbol für die gelungene Verbindung von Tradition und Moderne.

Weiterführende Links

Die häufigsten Fragen

Was ist die Hungerburgbahn und wofür wird sie genutzt?

Die Hungerburgbahn ist eine moderne Standseilbahn in Innsbruck, die die Innenstadt mit dem Stadtteil Hungerburg verbindet. Sie wird sowohl als praktisches Verkehrsmittel für Einheimische als auch als touristische Attraktion genutzt. Die Bahn ermöglicht den schnellen Zugang von der Stadt in das alpine Gelände der Nordkette und bietet beeindruckende Ausblicke auf Innsbruck und die umliegenden Berge.

Wie lange dauert die Fahrt mit der Hungerburgbahn?

Die gesamte Fahrt von der Talstation „Congress“ in der Innenstadt von Innsbruck bis zur Bergstation „Hungerburg“ dauert etwa 8 Minuten. Während der Fahrt passiert die Bahn mehrere Stationen, darunter „Löwenhaus“ und „Alpenzoo“.

Wie erreiche ich die Talstation der Hungerburgbahn?

Die Talstation „Congress“ befindet sich in der Innenstadt von Innsbruck, nur wenige Gehminuten vom Goldenen Dachl entfernt. Sie ist leicht zu Fuß erreichbar. Es gibt auch öffentliche Verkehrsmittel wie Busse und Straßenbahnen, die zur Talstation führen. Zudem sind Parkmöglichkeiten in der Nähe vorhanden.

Welche Sehenswürdigkeiten gibt es entlang der Hungerburgbahn?

Entlang der Strecke gibt es mehrere Sehenswürdigkeiten:
Alpenzoo: Einer der höchstgelegenen Zoos Europas, bekannt für seine einheimische Tierwelt.
Hermann Buhl Platz: Ein Aussichtspunkt nahe der Bergstation Hungerburg mit spektakulärem Blick auf Innsbruck und die Nordkette.
Nordkette: Von der Bergstation Hungerburg aus können Besucher weiter mit der Nordkettenbahn zur Seegrube und zum Hafelekar fahren, die beide atemberaubende Ausblicke bieten.

Gibt es in der Nähe der Bergstation Wander- und Freizeitmöglichkeiten?

Ja, die Bergstation Hungerburg ist ein beliebter Ausgangspunkt für Wanderungen und Freizeitaktivitäten. Von hier aus kannst du den Alpenzoo besuchen, Wanderungen im Karwendel unternehmen oder einfach die Aussicht genießen. Zudem bietet die Nordkettenbahn Anschlussmöglichkeiten für weiterführende Bergtouren. Entdecke den Goetheweg auf dem Hafelekar.

Welche Sehenswürdigkeiten und Ausflugsziele lohnen sich noch?

Wenn du einen Urlaub in Innsbruck planst, solltest du neben der Hungerburgbahn auch einige andere atemberaubende Sehenswürdigkeiten in der Umgebung besuchen:
Kundler Klamm: Diese malerische Schlucht in der Wildschönau bietet eine wunderschöne Wanderung entlang des Wildwassers. Die Strecke ist familienfreundlich und bietet beeindruckende Felsformationen und eine faszinierende Landschaft. Mehr Infos hier.
Kaiserklamm: Ein weiteres Naturjuwel in den Tiroler Alpen. Die Kaiserklamm besticht durch ihre engen Felsen, kristallklares Wasser und eine spannende Wanderroute, die dich tief in die alpine Natur eintauchen lässt. Mehr erfahren.
Tiefenbachklamm: Diese Schlucht bietet ein wildes und ursprüngliches Naturerlebnis mit steilen Felswänden und rauschendem Wasser. Sie ist besonders für Naturliebhaber und Abenteuerlustige geeignet. Details findest du hier.
Leutascher Geisterklamm: Diese Klamm ist besonders spektakulär und hat ihren Namen von den Legenden um Geister und Kobolde, die dort leben sollen. Eine Wanderung durch diese Klamm ist ein echtes Erlebnis, mit tollen Aussichten und mystischer Atmosphäre. Mehr Informationen.
Obernberger See: Ein malerischer Bergsee, umgeben von dichten Wäldern und majestätischen Bergen. Der See ist ein ruhiger Rückzugsort und bietet wunderschöne Wanderwege in der Umgebung. Erfahre mehr.
Rofangebirge: Dieses Gebirge ist ein Paradies für Wanderer und Kletterer, mit atemberaubenden Aussichten und gut markierten Wegen. Es gibt auch eine Seilbahn, die dich schnell in die Höhe bringt, wo du die grandiose Landschaft genießen kannst. Mehr Informationen.
Altstadt Kufstein: Die historische Altstadt von Kufstein ist bekannt für ihre charmanten Gassen, alten Gebäude und die beeindruckende Festung Kufstein, die einen Besuch wert ist. Details hier.
Kuhflucht Wasserfälle: Diese beeindruckenden Wasserfälle bei Garmisch-Partenkirchen bieten ein grandioses Naturschauspiel, besonders nach Regenfällen. Sie gehören zu den höchsten in Deutschland und sind leicht erreichbar. Weitere Infos.
Walchsee: Ein idyllischer See in Tirol, umgeben von sanften Hügeln und Bergen. Der Walchsee ist ideal für Wassersport, Schwimmen und gemütliche Spaziergänge am Ufer. Mehr erfahren.
Hintersteiner See: Dieser smaragdgrüne See im Kaisergebirge ist ein beliebtes Ziel für Wanderer und Naturliebhaber. Die Umgebung ist geprägt von saftigen Wiesen und dichten Wäldern. Mehr Infos.
Schlegeisspeicher: Ein beeindruckender Stausee im Zillertal, der von mächtigen Bergen umgeben ist. Es gibt zahlreiche Wander- und Klettermöglichkeiten, und die Aussicht ist einfach spektakulär. Weitere Details.
Diese Ziele bieten eine abwechslungsreiche Mischung aus Naturerlebnissen, Abenteuer und Kultur, die deinen Urlaub in der Region Innsbruck unvergesslich machen werden.

Ist die Hungerburgbahn auch für Personen mit eingeschränkter Mobilität geeignet?

Ja, die Hungerburgbahn ist barrierefrei und für Personen mit eingeschränkter Mobilität geeignet. Alle Stationen sind mit Aufzügen und Rampen ausgestattet, sodass auch Rollstuhlfahrer und Personen mit Kinderwagen die Bahn problemlos nutzen können.

Wann wurde die Hungerburgbahn eröffnet

Die ursprüngliche Hungerburgbahn wurde 1906 eröffnet. Nach über 100 Jahren Betrieb wurde sie durch eine moderne Version ersetzt, die 2007 eröffnet wurde. Die neue Bahnstation wurde näher zur Altstadt verlegt, um den Zugang zu erleichtern. Die Architektur der neuen Bahnstationen wurde von Zaha Hadid entworfen und gilt als eine der architektonischen Sehenswürdigkeiten Innsbrucks.

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